Osteoporose ist eine systemische, chronische Skeletterkrankung, bei der es zur Abnahme der Knochenmasse und Knochendichte und zu einer Verschlechterung der Mikroarchitektur der Knochen kommt. Die Folge davon ist, dass die Knochen poröser werden und dadurch leichter brechen.1,2
Bereits alltägliche Belastungen können bei osteoporotischen Knochen zu einem Bruch (Fraktur) führen. So kann es z.B. durch Heben von alltäglichen Dingen zu Wirbelbrüchen oder durch Stolpern oder Hinfallen aus Standhöhe zu Brüchen kommen.1,2
Unsere Knochen befinden sich ständig im Wandel, im ständigen Umbau. Sie bauen sich ab und auf, damit ihre Stabilität und Widerstandskraft den Anforderungen des Alltags entsprechen.
Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance im Sinne eines überwiegenden Knochenabbaus kommt es zum fortschreitenden Verlust an Knochenmasse und zur erheblichen Störung der Knochenmikroarchitektur. In weiterer Folge entsteht Osteoporose.
Vor allem Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen, doch auch Männer können darunter leiden. Zur Entwicklung der Osteoporose tragen verschiedene Risikofaktoren bei. Einige davon sind beeinflussbar, wie etwa der Lebensstil, andere nicht, wie Alter, Geschlecht oder bestimmte Grunderkrankungen.2
Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Alter und betrifft oftmals Menschen, ohne dass sie dies wissen.3 In Österreich sind 22 % der Frauen und 6,5 % der Männer ab dem 50. Lebensjahr an Osteoporose erkrankt.4 Die Folgen können erheblich sein: Knochenbrüche, starke Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und eine reduzierte Lebensqualität.3
Die gute Nachricht: Du kannst selbst etwas tun – Vorsorge spielt eine wichtige Rolle für den Schutz der Knochen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, zum Beispiel kraftbetontes Training, können dazu beitragen, die Knochen zu unterstützen. Wichtig ist außerdem, persönliche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Faktoren, die man selbst beeinflussen kann, sollten möglichst früh und konsequent angepasst werden.
Eine Verminderung der Knochendichte lässt sich erkennen, bevor es zu Brüchen kommt. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über die Einschätzung deines Frakturrisikos und die Möglichkeit einer Knochendichtemessung. Denn Osteoporose entsteht nicht plötzlich– rechtzeitiges Handeln ist möglich und sinnvoll.3,5,6
Quellen:1) https://www.osteoporose-deutschland.de/osteoporose/2) https://www.osd-ev.org/application/files/8417/3832/5502/OSD-osteoporose_verstehen_und_behandeln.pdf3) https://www.osd-ev.org/patienten4) https://www.osteoporosis.foundation/sites/iofbonehealth/files/scope-2021/Austria%20report.pdf5) https://www.osd-ev.org/aktuell/wie-man-der-osteoporose-noch-vor-dem-knochenbruch-auf-die-spur-kommt6) https://flexikon.doccheck.com/de/Fracture_Risk_Assessment_Tool
Alle Links letzter Aufruf am 13. April 2026.
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